Gefährdungen

Die neue Ansicht "Gefährdungen" bietet eine CVE-zentrierte Bestandsaufnahme der Anfälligkeiten, die in den verbundenen Quellen identifiziert wurden. Zu den Gefährdungen gehört auch wichtiger Kontext für die Priorisierung wie VRR-Bewertung, betroffene Assets, Datum der letzten Ermittlung, Exploit-Informationen, Tags und die Quellenzuordnung.

Durch Kombinieren der Anfälligkeitsdaten mit dem Gefährdungs- und Asset-Kontext unterstützen Behebungseinblicke Sicherheitsteams dabei, sich auf diejenigen Anfälligkeiten zu konzentrieren, die das höchste Risiko für das Unternehmen darstellen, anstatt sich allein auf CVSS zu verlassen.

Die folgenden Details werden erfasst und unter Behebungseinblicke > Gefährdungen angezeigt.

  • Gefährdung (CVE): Diese Spalte listet die CVE-Kennung für jede erkannte Anfälligkeit auf. Wählen Sie eine CVE aus, um das detaillierte Gefährdungsprofil zu öffnen, in dem Sie Informationen, zugehörige Bedrohungen, verfügbare Korrekturen und betroffene Assets überprüfen können. Verwenden Sie diese Spalte, um bestimmte Anfälligkeiten in Ihrer Umgebung zu identifizieren, zu verfolgen und zu untersuchen.
  • Bewertung des Anfälligkeitsrisikos: Die VRR-Bewertung gibt das Risikoniveau der Gefährdung an. Höhere Bewertungen stellen ein höheres Risiko dar und helfen Ihnen, Anfälligkeiten für die Behebung zu priorisieren. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist eine Anfälligkeitsrisikobewertung?.

  • Betroffene Assets: Zeigt alle Gefährdungen an. Sie können auch einen benutzerdefinierten Bereich basierend auf der Anzahl der betroffenen Assets festlegen.

  • Prädiktive Compliance: Gibt die Behebungsbereitschaft basierend auf der Abdeckung der Ermittlungs-, Agenten- und Patchrichtlinie an. Weitere Informationen finden Sie unter Prädiktive Compliance.

  • Zuletzt ermittelt: Zeigt an, wann das System die Gefährdung zuletzt erkannt hat, sodass Sie aktuelle Anfälligkeiten einfacher priorisieren können. Filtern Sie die Liste nach vordefinierten Zeitbereichen (3, 14, 30 oder 365 Tage) oder nach einem benutzerdefinierten Datumsbereich.

  • Quelle(n): Zeigt Gefährdungen nach Quelle an, z. B. Ivanti, Microsoft Defender for Endpoint oder Qualys.

  • Exploits: Zeigt die Liste der Gefährdungen nach Exploit-Typ an, wie DoS, Rechteausweitung, Remote Code Execution (RCE), Web-Apps bzw. solche ohne bekannte Exploits.

  • Tags: Zeigt Gefährdungen mit bestimmten Tags an, z. B. Betriebssystemen, Plattformen oder benutzerdefinierte Beschriftungen Ihres Unternehmens. Sie können mehrere Filter gleichzeitig anwenden. Um einen bestimmten Filter zu löschen, deaktivieren Sie den Filter im Dropdownmenü oder wählen Sie "Kein Filter angewendet", um alle Filter zu löschen.

Gefährdungsliste filtern

Sie können Gefährdungen schneller eingrenzen und priorisieren, indem Sie Filter auf die Spalten der Gefährdungsliste anwenden. Mithilfe von Filtern können Sie Ihre Ansicht anpassen, um sich auf die relevantesten Daten zu konzentrieren.

So wenden Sie einen Filter an:

  1. Wählen Sie das Filtersymbol neben der Spalte aus, die Sie filtern möchten.

  2. Wählen Sie Ihre Filteroptionen aus den verfügbaren Möglichkeiten aus oder geben Sie einen benutzerdefinierten Bereich an.

  3. Wählen Sie OK, um den Filter anzuwenden.

Verfügbare Filteroptionen:

VRR (Vulnerability Risk Rating):

  • Filtern Sie nach Risikostufen wie Keines, Niedrig, Mittel, Hoch oder Kritisch.

  • Sie können auch einen benutzerdefinierten Bereich festlegen, um nur bestimmte VRR-Bewertungen anzuzeigen.

Aktionen für Gefährdungen

Folgende Massenaktionen sind für Gefährdungen verfügbar:

  • Über die Schaltfläche Exportieren exportieren Sie die Gefährdungsliste als Textdatei (.csv). Eventuell angewendete Spaltenfilter werden auch auf den Export angewendet.

  • Verwenden Sie die Aktion Tags hinzufügen/entfernen, um für die ausgewählten Gefährdungen neue Tags hinzuzufügen oder vorhandene Tags zu entfernen. Wählen Sie ein oder mehrere Gefährdungen aus (maximal 100 Gefährdungen werden unterstützt) und wählen Sie dann Tags hinzufügen/entfernen aus dem Menü Aktionen aus. Sie können die ausgewählten Gefährdungen zu den vorhandenen benutzerdefinierten Tags hinzufügen oder ein Tag erstellen, indem Sie einen neuen Tag-Namen eingeben und die Eingabetaste drücken. Sie können mehrere Tags zu den Gefährdungen hinzufügen. Wenn Sie die Tags ausgewählt oder eingegeben haben, klicken Sie auf Tags anwenden. Die Tags sind mit den Gefährdungen verknüpft und werden auf der Seite Gefährdungen angezeigt. Auf der Seite mit den Gefährdungsdetails können Sie benutzerdefinierte Tags und systemdefinierte Tags separat anzeigen.

  • Behebungsmaßnahmen direkt über die Gefährdungs-Workflows:

    Mit Remediation Insights (Behebungseinblicke) können Sie jetzt direkt über die Gefährdungs-Workflows Behebungsmaßnahmen durchführen. Sie können ausgewählte Gefährdungen zu einer Patchgruppe hinzufügen, um die Lücke zwischen der Anfälligkeitspriorisierung und Patchausführung zu reduzieren. Dies reduziert die manuellen Übergaben zwischen den Sicherheits- und IT-Teams und vereinfacht das Konvertieren priorisierter Gefährdungsdaten in umsetzbare Patching-Workflows innerhalb von Ivanti Neurons.

    • Verwenden Sie die Aktion Zur Patchgruppe hinzufügen im Menü Aktionen, um die ausgewählten Gefährdungen zur Patchgruppe hinzuzufügen.

    • Verwenden Sie die Aktion Neue Patchgruppe erstellen, um eine neue Patchgruppe zu erstellen. Um die ausgewählten Gefährdungen zu einer neuen Patchgruppe hinzuzufügen, klicken Sie im Menü Aktionen auf Patchgruppe hinzufügen, geben Sie einen aussagekräftigen Namen für die Gruppe ein und klicken Sie anschließend auf Hinzufügen. Der Name muss eindeutig sein, Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle.

Stellen Sie sicher, dass Sie über Berechtigungen vom Typ Neue Patchgruppen erstellen und Vorhandene Patchgruppen bearbeiten verfügen. (Ivanti Neurons > Admin > Zugriffssteuerung > Rollen > Berechtigungen > Patchverwaltung > Patcheinstellungen > Allgemein)

Anfälligkeitsrisikobewertung

Die Risikobewertung für Anfälligkeiten (Vulnerability Risk Rating, VRR) berücksichtigt das branchenübliche Common Vulnerability Scoring System (CVSS), Common Weakness Enumeration (CWE)-Daten, OWASP (Open Web Application Security Project), Open-Source-Bedrohungsinformationen, Fachkompetenz, Trenddaten und mehr. Der VRR-Wert stellt das Risiko dar, das von einer bestimmten Anfälligkeit ausgeht. Er wird als numerische Bewertung zwischen 0 und 10 für eine Organisation oder ein Unternehmen dargestellt. Je höher das Risiko, desto höher der VRR-Wert.

Verwendung von Risikobewertungen für Anfälligkeiten (VRR) im Anfälligkeitsmanagement

Um die Behebungsbemühungen in unserer Umgebung zu optimieren und zu priorisieren, nutzen wir die von der Ivanti Plattform bereitgestellten Anfälligkeits-Risikobewertungen (VRR). Der VRR ist ein numerischer Wert im Bereich von 0,0 (geringstes Risiko) bis 10,0 (höchstes Risiko), der die potenziellen Auswirkungen und die Ausnutzbarkeit jeder identifizierten Anfälligkeit widerspiegelt. Der VRR ist eine dynamische Bewertung, die auf verschiedenen Risikofaktoren basiert, einschließlich Bedrohungsinformationen und Anfälligkeitsmerkmalen.

Innerhalb der Plattform werden die VRR-Werte in Dashboards, Asset-Inventaren und Anfälligkeitsberichten gut sichtbar angezeigt. Diese Bewertungen ermöglichen es, Anfälligkeiten effizient zu sortieren und zu filtern und die Aufmerksamkeit und Ressourcen auf diejenigen Risiken zu richten, die das höchste Risiko für die Assets und Betriebsabläufe darstellen.

Durch Einbinden von VRR in unseren Workflow für Anfälligkeitsmanagement stellen wir sicher, dass kritische Probleme umgehend angegangen und das Risiko effektiv reduziert wird.

Prädiktive Compliance

Die prädiktive Compliance ist ein wichtiger Indikator für die Behebungsbereitschaft einer Gefährdung. Anhand der Bewertung können Teams einfacher bestimmen, ob betroffene Assets die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behebung erfüllen. Dazu gehören die Erkennung der Ivanti Neurons Ermittlung, die aktive Abdeckung durch den Ivanti Agenten sowie eine Agentenrichtlinienfunktion mit einer aktiven Patchkonfiguration.

Sie trägt dazu bei, dass Sicherheits- und IT-Teams Behebungsblockaden früher identifizieren, z. B. Assets, die nicht verwaltet werden, über keinen aktiven Agenten verfügen oder nicht von der Patchfunktion abgedeckt werden. Teams können mithilfe dieser Informationen die Patchbereitschaft verbessern und vermeiden, dass Behebungsfristen versäumt werden.

Compliance-Kriterien

Damit ein betroffenes Asset als konform gemäß der CVE-Bewertung gilt, muss es die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Ermittelt: Das Asset wird von Ivanti Neurons (entweder über aktive oder passive Ermittlung) ermittelt.

  • Aktiver Agent: Das Asset verfügt über einen installierten und aktiven Ivanti Agenten.

  • Patchrichtlinie: Die dem Asset zugewiesene Neurons-Richtlinie enthält eine aktive Patchkonfiguration.

Wenn einem Asset Daten für eines der oben aufgeführten Kriterien fehlen, wird es automatisch als nicht konform behandelt.

Berechnung der Bewertung

Die Bewertung der prädiktiven Compliance wird für jede CVE in der Spalte Prädiktive Compliance als Prozentsatz angezeigt. Die Bewertung stellt das Verhältnis der betroffenen konformen Assets zur Gesamtzahl der betroffenen Assets für die betreffende CVE dar.

Beispiel:

Angenommen, eine Anfälligkeit wirkt sich auf 10 Assets in Ihrer Umgebung aus:

  • Jedes Asset trägt mit einer Gewichtung von 10 % zur Gesamtbewertung bei.

  • Wenn nur 1 Asset alle drei Compliance-Kriterien erfüllt (ermittelt, aktiver Agent und zugewiesene Patchrichtlinie), wird die Bewertung der prädiktiven Compliance für dieses CVE mit 10 % angezeigt.